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Economic Engineering | Das Wirtschaftsmagazin für Ingenieure | Göller Verlag
Markt für Crash-Tools kommt in Bewegung
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Der Markt für Crash-Analysetools scheint in der deutschen Automobilindustrie klar aufgeteilt zu sein: BMW nutzt Abaqus, Daimler und Porsche nutzen LS-Dyna, Ford nutzt Radioss und Volkswagen setzt auf Pam-Crash (unser Bild). Doch könnte durch die neue integrierte Lösung HyperCrash von Altair Engineering, Inc. mit Sitz in Troy im US-amerikanischen Bundesstaat Michigan der Markt auch hierzulande in Bewegung geraten. HyperCrash ist eine robuste Preprozessorumgebung, die speziell zur automatisierten Erstellung von qualitativ hochwertigen Crash- und Safety-Simulationsmodellen entwickelt wurde. Als Solver wird Radioss genutzt. Sein Einsatz erhöht die Effizienz und die Genauigkeit von Ergebnissen durch prozessgesteuerte Arbeitsweisen und automatisierte Modellüberprüfung und -bereinigung.
Eine Crash-Berechnung ist eine anspruchsvolle Angelegenheit, immerhin hat BMW acht Jahre benötigt, um Abaqus vollständig einzuführen. Es liegt eine ziemlich vertragte Situation vor, wenn das Experiment mit der Crash-Simulation nicht übereinstimmt: Liegt es am Solver? An der Modellierung? Oder ist es das Design? Ganz schwierig wird es, wenn beim Experiment etwas falsch gemacht wurde. Ein typisches Problem ist, wenn infolge eines Rundungsfehlers ein Schweißpunkt 1 ms eher abreißt. In der Folge verändert sich das gesamte Crashverhalten, wie im Interview mit Altairs neuem Deutschland-Chef, Uwe Schramm, in der kommenden Ausgabe 2/2012 von ECONOMIC ENGINEERING nachzulesen ist. Doch bietet der CAE-Systemanbieter seinen Anwendern eine interessante Hilfestellung: Bei HyperCrash gibt es einen Menü-Punkt, mit dem sich ein Schweißpunkt um 10-6 mm verschieben lässt. Kommt bei dieser Variation das gleiche Ergebnis heraus, ist die Modellierung stabil. Die ECONOMIC ENGINEERING 2/2012 erscheint am 21. Februar 2012.

 
Bank Sarasin: Nur wenige deutsche Solarunternehmen überleben Marktbereinigung
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Ausgerechnet das Jahr der Fukushima-Katastrophe, das den Ausstieg aus der Atomenergie in unserem Land besiegelt hat, endet mit einem Desaster für die Solarbranche. Vor kurzem hatte gerade das Berliner Fotovoltaikunternehmen Solon Insolvenz angemeldet. Es folgte das Erlangener Unternehmen Solar Millennium. Und auch bei den anderen der Branche sind Verluste an der Tagesordnung: Neben Conergy aus Hamburg schreiben das einstige Vorzeigeunternehmen Q-Cells und Phoenix Solar aus dem bayrischen Sulzemoos roten Zahlen.
Dies ist eine wahrhaft traurige Bilanz angesichts der Tatsache, dass rund 80 Milliarden Euro an Förderung für deutschen Solarstrom zwischen den Jahren 2000 und 2010 geflossen sind. Enttäuschend auch, weil gerade einmal drei Prozent des Stromsbedarfs hierzulande auf diese Weise gedeckt.
Infolge der Schuldenkrise sah sich die Bundesregierung gezwungen, die Einspeisevergütung, definiert über die Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetz, weiter zu reduzieren, was für die Anlagenbetreiber ein deutliche Verlängerung der Amortisationszeiten der Anlagen und damit gestiegene Risiken infolge potenzieller Wartungseinsätze bedeutet. Attraktiv für Neueinsteiger in dieses Segment ist nur, wenn die Hersteller mit entsprechend Preisnachlässen reagieren. Übrigens haben auch etliche andere europäische Länder wie Spanien ihre Milliardensubventionen für Sonnenstrom gekürzt. Insgesamt ist der resultierende Preisverfall dramatisch: Seit 2008 haben sich die Modulpreise halbiert, einerseits verursacht durch die bereits erwähnten sinkenden Subventionen (etwa im Form des EEG) und der damit nachlassenden Nachfrage, andererseits aber auch durch den Konkurrenzdruck durch Fernost.
Richtig auf diese Marktverschiebung haben insbesondere die chinesischen Anbieter wie Suntech Power, Trina Solar oder Yingli Solar reagiert, wie die Bank Sarasin in ihrer aktuellen Nachhaltigkeitsstudie schreibt. Sarasin bescheinigt lediglich der deutschen SolarWorld eine gute Positionierung für die kommenden Jahre. Auch geht die Sarasin-Studie von einem enormen Überangebot aus: Bis Ende 2011 würden weltweit Solarmodule mit einer Leistung von 21 GW nachgefragt werden. Die Produktionskapazitäten würden aber bei rund 50 GW liegen.
Fazit: „Die deutsche Solarbranche erinnert an ein verwöhntes Kind, das von der Tante ständig Süßes zugesteckt bekommt. Es wird dick und träge“, schreibt die Süddeutsche Zeitung hierzu. Was in den vergangenen Jahren wegen sprudelnder Geldquellen versäumt wurde, muss in den kommenden Jahren unbedingt nachgeholt werden: Investition in neuen Entwicklungsmethoden und optimierten Produktionsprozessen.

 

Die Zeitschrift

Die neue Ausgabe 1/2012: Sechs gute Gründe für Rapid Prototyping in-house. Außerdem in digitalPLANT 1/2012: Wie man den Anlagenbaukunden schneller überzeugt

Aktuelles

Open Mind auf der SolidWorks World 2012 vertreten
24.01.2012
Menschmodell kann jetzt besser sitzen
23.01.2012
AZO will mehr Wiederverwendung seiner Bauteile
10.01.2012
3Dconnexion verfeinert 3D-Maus
02.12.2011

Best Practice

Menschen, Tools und Prozesse – Erfolgsfaktoren der digitalen Fahrzeugentwicklung
Airbus vergibt Projektmanagement nach außen
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